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Eine Tonleiter in Worten
c..d..e..f..g..a..h..c

Klavier, so mein werter Name, liebe Leser.
Meine Tastatur besteht aus achtundachtzig weißen, aber auch schwarzen Tasten, die uns klangvoll in Halb-und Ganztonschritten auf den Weg in die musikalische Welt begleiten werden. Schritte, die ich mit dem Lebensweg der Menschen vergleichen möchte. Es ist die Sprache des Himmels.



Tonleiter

C

H i m m e l s s p r a c h e

Musik, sie ist das Tor zur Welt,
die wir als "Liebeslied"  begleiten -
klangvoll  sie den Horizont erhellt,
als Innigkeit zu allen Zeiten.

Die Konsonanz liegt in den Tönen,
sie erklingen himmelwärts -
erschallen als Gestirn des Schönen,
als Harmonie für unser Herz.

Musik, als Sprache dieser Welt,
"verjagd"  den Geist der Traurigkeit -
im Kosmos sich ihr Glanz erhellt,
als Licht bringt sie Glückseligkeit.

Vergleichen wir diese Schritte der Tonleiter mit den Schritten der Menschen hier auf unserer Erde, dann dürfte das Erwachen des ersten Tones ähnlich klingen

Ein Ton, ein lauter Ton, ein erregter oder bewegter Ton, der uns sagt, ich bin da!
Ich will leben!  Habt ihre es gehört, ihr Menschen auf dieser Erde? Akzeptiert ihr mich?
Oder glaubt ihr etwa, euch ist es anders ergangen?
Aus der Geborgenheit entlassen... in die Freiheit.  Sol sollte es sein, so kann es sein, aber so ist es nicht immer. Warum denn wohl?
Unsere Füße, wenn wir denn beide vom Herrgott bekommen haben, treten den weiten Weg unseres Lebens an. Jeder Schritt trägt täglich die Sorgen, die Trauer, die Nöte,
aber auch die Freuden mit sich.
Sie wandern kilometerweite Strecken, die zum Ziele führen. Tagelang, wochenlang, monatelang, jahrelang.
In der heutigen Zeit kann es sein, dass sie das hundertste Jahr erreichen können.
Aber was heißt das schon?
 Nach dem  ...wo...was..   oder   warum... sollten wir fragen.
Wie bewegt sich der Mensch auf diesem Weg des Lebens, der aus Pflastersteinen bestehen kann und nicht nur geradeaus führt?
Wo will er hin?  Was will er erreichen? und warum nimmt er eine Haltung an,die nicht der Norm entspricht. Fragen über Fragen die sich Jeder in unserer Gesellschaft stellen kann, die von unserer Politik mit Tönen auf einer ganz bestimmten Tastatur angeschlagen werden.
Wer kommt uns auf diesem Lebensweg entgegen.
Es sind alte, junge, kranke, behinderte und verlassene Menschen.
Jeder Einzelne von ihnen hat sein Päckchen zu tragen. Es kann leicht, schwer oder
"überladen" sein.  Hilfe sollten wir diesem Menschen geben, bevor er unter dieser Last zusammenbricht.
Er schreit, wimmert oder stöhnt, dass diese Töne kaum zu überhören sind.
Doch die Gier nach Geld und Macht übertönen diese Schreie, die wiederrum mit dem Klangbild der dynamischen Bedeutung oder Tempobezeichnung der Musik zu vergleichen sind.
Laut = forte, sehr stark = fortissimo,leise = piano, sehr leise = pianissimo, weiniger stark = menoforte, allmählich schwächer werdend = diminuendo oder gebunden
erregt oder bewegt.
In der Tonleiter, die wir als Grundlage der Musik bezeichnen, spiegeln sich diese Klänge beim Menschen, auf dem Weg des Lebens wieder.
Beim Klavier sprechen wir von Oktaven, beim Lebensweg eines Menschen sind es die Lebensabschnitte.

Das Leben ein Weg

Für meinen Enkel Jan

Ich nehm´ mir Zeit, Zeit für den Weg,
laufe aufrecht, geradeaus -
über einen ganz bestimmten Steg,
fordere ich den Mut heraus.

Schritt für Schritt geh´ ich voran,
überwinde Durst und Regen -
denn die Luft wird dann und wann,
mir die Zeit zum atmen geben.

Ich geh´ weiter, denn im geh´n,
wächst der Weg unter den Sohlen -
wer mir begegnet kann versteh´n,
dass ein Ziel folgt unverhohlen.

Ich schau´ nach vorn, seh´ in die Weiten,
schöpfe Kraft und orientiere mich -
Gedanken sind´s , die mich begleiten,
auf dem Weg zum eigenen "Ich".

ICH

Ich bin ein Mensch. Ich habe das Recht zu leben. Ich werde als Lebewesen geboren.
Ich bin mehr wert als Geld. Niemals könnt ihr mich kaufen, ihr Menschen, weil der Wert meines Lebens nicht mit Goldmünzen zu bezahlen ist.
Zuneigung, Liebe, Wärme, Wohlwollen und ein zärtliches zu Hause, wünsche ich mir.
Ich brauche eure Anerkennung, ganz gleich, auf welchem Teil der Erde ich den ersten Schritt wage. Ob ich gesund oder behindert das Licht der Welt erblicke,

                                           Ich bin ein Mensch
                                          
                                       Aller Anfang ist schwer.

Nicht die Füße, sondern die Finger bewegen sich und berühren die Tasten des Klaviers. Die Noten zeigen uns, welche Melodie daraus entsteht.
"Hänschen klein"  ist der Stolz eines jeden Anfängers, ganz gleich, wie alt er ist.
Um auch hier zum Ziel in der musikalischen Welt zu gelangen,  steht die Geduld und auch die Liebe zur Musik an erster Stelle. Üben....üben...üben.... ist die Devise.

Schülerkonzert in der Festhalle Viersen  (Rot für Rikka)


Sechs Hände  und dreißig Finger bewegen die weißen, aber auch die schwarzen Tasten.  Der Klang einer harmonischen Melodie dringt tief in unsere Herzen hinein. Zwei junge Menschen sitzen neben mir, die gewiss noch eine lange Strecke des Lebens vor sich haben. Sie werden Schritt für Schritt voraneilen, aber mit Sicherheit auch eine Durststrecke überwinden müssen.
Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft sind Abschnitte der Zeit.
In der Musik sind es die Intervalle,die als Abstand zwischen den Tönen zu verstehen sind.
Im Leben sind es die Stunden, die Tage, die Wochen oder Jahre ,die wir als Zeitspanne eines Kalenderjahres erleben.
Im Alter sind  es die Lebenserfahrungen, die wir als Werte auf dem langen Lebensweg mitbekommen haben.
.Es sind Erfahrungen die uns sagen........
Habe die Gelassenheit, Dinge hinzunehmen, die du nicht ändern kannst.
Habe den Mut, dinge zu verändern, die sich verändern lassen.
Aber habe die Weisheit, Eines vom Anderen zu unterscheiden.

 

Auf meinem Lebensweg habe ich Erfahrungen gesammelt, die ich gerne weitergebe.

L e b e n s e r f a h r u n g

Vergangenheit prägt unser Leben,
Erfahrung gibt uns inn´ren  Halt -
doch Kraft , die uns von Gott gegeben,
im Glauben uns entgegenschalt.

Gegenwart prägt unser Leben,
Erfahrung gibt uns inn´ren Halt -
doch Mut, den wir dem "Ich" nun geben,
im Dasein uns entgegenschallt.

Zukunft prägt dann unser Leben,
Erfahrung gibt uns inn´ren  Halt  -
doch Liebe, die wir and´ren geben,
uns als Echo dann entgegenschallt

Leise, stark oder allmälich schwächer werdend, erklingen die Töne einer Melodie,  wenn wir die schwarzen oder weißen Tasten des Klaviers anschlagen.
Wir können durch Dynamik, Tempo oder mit Würde die Töne erklingen lassen, denn auch hier, wird wie im Leben, das Gefühl mit hineingegeben.
Dur oder Moll lässt Traurigkeit oder Fröhlichkeit erkennen.
Ein Leser machte mich beim Kommentieren darauf Aufmerksam, dass die schwarzen Tasten Dunkles oder Trauriges erahnen lassen könnten.
Es stimmt, dass da ein Unterschied entsteht, denn die schwarzen Tasten führen uns in Halbtonschritten von Anfang bis Ende der Tonleiter.  Zudem wird die Melodie mit vielen schwarzen Tasten immer schwieriger.
Ein Baby krabbelt mit Sicherheit zu nächst einmal den mühevollen Weg . Später stellt es sich auf und tribbelt in kleinen Schritten, um an sein Ziel zu gelangen.
Nicht nur die Füße bewegen sich auf dem Weg in seine neue Umgebung, sondern die Augen schauen und beobachten ganz genau, um etwas Neues zu entdecken,

Jeden Tag





So wächst es heran, das Menschenkind und muss sämtliche Übungen immer wieder von vorne beginnen.
Bei der Wiederholung einer Melodie sagt uns ein ganz besonderes Zeichen.....
D.C. = da Capo..... dass wir wieder von vorne beginnen müssen.
Leichte oder schwierige Noten müssen überwunden werden. 
Genauso geht es jedem Baby auf dieser Welt.
Da stellt sich die Frage, wo kommt es her? In welche Welt wurde es hineingeboren?
Wer gibt ihm Hilfestellung? So bestimmt  das "Nest" indem es als Menschenkind hineingelegt wurde, sein ganzes Leben. Die Unterschiede sind gravierend und so sind halt die Menschen auf dieser Welt, alle verschieden.
Was bleibt auf der Strecke des Weges zurück und hindert ihn an sein Fortkommen?
Der Weg ist noch weit, der vor ihm liegt.




Sein Fortkommen geschieht mit Sicherheit in kleinen Schritten, sowie  die Tastatur
es ermöglicht in Halbtonschritten zum hohen C zu kommen.
So entwickelt sich dieses kleine Lebewesen zu einem Menschen auf dieser Welt, der seinen eigenen Weg finden wird.  Oder auch nicht?

Die Füße wandern weiter über den Weg des Lebens.



Um zur obersten Sprosse der Tonleiter zu kommen, nimmt jeder Mensch seine Erbanlagen mit in die neue, weite Welt.
Genau,wie bei der Musik, können die Schritte, wenn sie nicht beachtet werden zum Misserfolg führen......denn ich glaube, dass der Mensch sich nach der Wirklichkeit zu richten hat und nicht die Wirklichkeit nach dem Menschen.Wenn er sich ohne Furcht und Bitterkeit in seinen eigenen Grenzen bewegt, kann er stufenweise sein Glück erlangen. Ich denke an das gemeinsame Musizieren. Besonders dann sollten wir unsere eigenen Grenzen erkennen um glücklich und zufrieden zu sein. Zufrieden mit der eigenen Leistung, selbst wenn der Andere schneller zum Erfolg kommt. Seinen Erfolg nicht als eigenen Misserfolg ansehen. Dem Besseren die Freiheit lassen, die ihm Freude bereitet, denn dann könnten Beide ein glückliches Leben führen... oder...... ist Glück Ansichtssache? Mag sein, aber  ich denke, dass das Glück als Wurzeln im Herzen eines jeden Menschen schlummert
Ich selber bin es, der entscheidet, glücklich zu sein.  Ich selbst. Ich, der Mensch.Wenn ich achtsam durchs Leben gehe, tief einatme, die Natur betrachte, lebe ich mit den Bäumen, spreche  mit ihnen und sprüre die Ausstrahlung. Dann fühle ich mich als Teil der Schöpfung, geborgen, getragen, wertvoll, lebendig.




Die eigentliche Krankheit unserer Zeit, ist die Beziehungslosigkeit.  Brauche ich die Beziehung nur zu einem Menschen, dann benutze ich ihn, dann beute ich ihn aus und überfordere ihn mit meiner Beziehungslosigkeit.

Fine Driesen, eine "Musikfreundin" schrieb.....

Beziehung

Sie lebt vom Kennen und Erkennen-
Hören und Mitteilen.
Beziehung braucht Nahrung
damit sie nicht aushungert.
Sie braucht das Gespräch,
indem wir sagen,
was uns Angst macht,
was uns freut.
Berziehung braucht Sauerstoff,
damit der Atem nicht ausgeht.
Beziehung ist ein Geben und Nehmen,
ist Vertrauen.


Die Beziehung zur Musik, welcher Art auch immer, hat heilende und seelische Kräfte.
Die Musik dringt ins Innere der Menschen ein, ganz gleich, ob Jung oder Alt und hat zeitige und seelische Wirkung von Dauer.
Das Musizieren miteinander hält den Menschen jung, gibt ihm Selbstvertrauen, fördert Gemeinsamkeiten und bindet Freundschaften.

Zum Schluss eine Weisheit
für Alt und Jung.

Der Zauber der Musik liegt in der Harmonie
die als Sprache
jeder versteht.
Für die Seele ist´s die Melodie
die vom Klang getragen in die Herzen weht.


Schorsch Rikken

Dieser Trompeter bläst mit Inbrunst seiner Seele die Töne

der Innigkeit ins Weite
Sie werden schwebend von der Luft getragen, gelangen als fortissimo
in die Atmosphäre und ertönen als Wiederklang der Empfindung
in die Herzen der Menschen.

D.C. al. Fin

Eine Tonleiter in Worten

Ende

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